Habt Ihr schon mal von Taizé gehört?

 

Am Donnerstag, d. 25.01.2018 saßen wieder einige Frauen im Rahmen des 14tägig stattfindenden Frauenfrühstücks-Treffens im Gemeinderaum der EMK und lauschten gespannt dem Bericht von Gudrun Sickert über Taizé. Wir luden sie als Gastreferentin ein, um etwas darüber zu erfahren, da sie alle 2 Jahre dorthin reist.

Taizé ist ein kleines Dorf in Frankreich. Dort wurde nach dem 2. Weltkrieg von Frère Roger eine Brüder-Kommunität im Dienste von hilfebedürftigen Menschen gegründet.

Schon viele Jahre finden dort über das ganze Jahr wöchentliche Jugendtreffen statt, zu dem einige Tausend Menschen von allen Kontinenten anreisen, um gemeinsam zu beten, zu singen, Gottes Wort zu hören und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Der ganze Ablauf, die gesamte Organisation kann aber nur funktionieren, wenn jeder, der dabei ist, eine Aufgabe übernimmt,“ sagte Gudrun. „Und das funktioniert!“

Wie wir erfuhren, sind diese Treffen aber nicht nur für Jugendliche offen, sondern für Menschen aller Altersklassen und auch für Familien.

Mit Gesängen beten, das ist wohl auch ein Markenzeichen der Treffen in Taizé. Jeder kann mitsingen, da es sich um kurze, stets wiederholte Gesänge handelt, die aber eine besondere Atmosphäre schaffen. Gudrun hat das während ihres Vortrages mit uns praktiziert. Es hat wunderbar geklappt!

„Man geht anders von Taizé nachhause als man gekommen ist,“ sagte sie.

Besonders beeindruckend war ihre Schilderung über einen jungen Mann aus Irak, den sie in Schmalkalden kennenlernte und der später unbedingt mit nach Taizé fahren wollte.

Er war dort und kam sehr glücklich zurück! „Taizé müsste es überall in der Welt geben, dann wäre mehr Frieden,“ war seine Meinung. 

Frère Roger sagte einmal: „Zutiefst im Menschen liegt die Erwartung einer Gegenwart, das stille Verlangen nach Gemeinschaft. Vergessen wir es nie: Das schlichte Verlangen nach Gott ist schon der Anfang des Glaubens.“

Taizé – ein Zeichen für F r i e d e n, G e m e i n s c h a f t und damit H o f f n u n g für die Welt!

Wie immer erlebten wir auch dieses Mal ein Frauenfrühstücks-Treffen, bei dem uns nicht nur das von unserer Petra mit viel Liebe vorbereitete leckere Frühstück Freude bereitete, sondern aus dem wir auch bereichert mit interessanten Informationen, tiefen Eindrücken und dem Gefühl einer guten Gemeinschaft nachhause gehen konnten.

Ursula Schellenberger

Wussten Sie schon, was Schmunze ist?

Ich habe diese liebevolle Wortschöpfung erst im Frauenfrühstück kennen gelernt. Dort gibt es gegen Ende des ohnehin überreichen Frühstücks irgendeine köstliche Süßspeise - eben Schmunze.. Wir Frauen genießen es sehr, einmal bedient und verwöhnt zu werden. Dazu gehört auch die fantasievolle Dekoration.

Aber das ist nicht der einzige Grund, dass alle 14 Tage donnerstags so viele kommen... Eine junge Frau sagt: Der Termin hat bei mir Priorität trotz Familie und Beruf. Hier erleben wir Gemeinschaft zwischen Familienfrauen und Singles, gläubigen und ungläubigen, alten und jungen Frauen. Bereichernd ist auch, dass wir aus verschiedenen Kirchen kommen. Und es kann über alles geredet werden.

Wenn wir genug gegessen und geredet haben, sprechen wir über ein Thema von allgemeinem Interesse. Letztes mal ging es um „Entschleunigung“. Ein schwieriges Wort. Aber wir fanden schnell heraus, dass es viel mit unserem Alltag zu tun hat.

Manchmal gibt es heiße Diskussionen, manchmal gibt es viel zu lachen, manchmal wird es sehr persönlich und manchmal wird auch geweint.

Da tut es gut, zum Schluss noch Zeit zum Singen zu haben und zum Gebet.