Bikerfrühstück

Schon seit einiger Zeit gehören einige leidenschaftliche Motorradfahrer zu unserer Altersbacher Gemeinde. Manche von ihnen gehören der Christian Motorcyclistst Association an, einem Verband von Motorradfahrern, die Jesus nachfolgen und mit ihm in ihrem Leben – und auch auf der Straße – unterwegs sind.

So kam die Frage auf: Warum treffen wir uns nicht mal in der Gemeinde als Biker, um uns auszutauschen, Freundschaft zu pflegen, zusammen Spaß zu haben und auf Jesus zu hören? Gesagt, getan: Seit Mai 2018 gibt es nun das monatliche Bikerfrühstück im Haus der Begegnung in Altersbach – in der Regel am letzten Samstag des Monats um 9 Uhr 30.

Eingeladen sind alle Motorradfahrer, die gerne mit andern zusammen frühstücken und fachsimpeln. Als geistlicher Begleiter beim Bikerfrühstück beteiligt sich unser Pastor Uwe Hanis in der Regel mit einer Andacht, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt.

Fährst du also Motorrad und hast Lust, neue Leute kennenzulernen, die deine Leidenschaft teilen? Dann komm einfach mal vorbei.

Es ist jedes Mal ein Wunder… 

von  Chris Bahr, in der Rennsteig-Info (Ferienausgabe) veröffentlicht.

Es ist jedes Mal ein Wunder, wenn ich mit dem Motorrad so durch die Gegend fahre und sehe, was der Herr so alles erschaffen hat. Das erfreut mich so und zeigt: Gottes Gnade ist da. Gottes Liebe ist in der Natur erkennbar!

Meine Gedanken drehen sich so oft um Ihn, meinen Gott.  Mein Schicksal liegt in seinen Händen, aber ich weiß, dass ich so umgeben von Ihm nichts zu befürchten habe. Wie heißt es? „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen.“

Also ziehe ich weiter genüsslich meine Bahn: Vor mir eine Kreuzung, ich bin auf der Hauptstraße. Freie Fahrt. Plötzlich beschleicht mich so ein Gefühl und ich sehe im Blickwinkel, wie ein Auto mir die Vorfahrt nehmen will... Ich kann noch rechtzeitig bremsen und der Gefahr ausweichen. Nein - es war nicht nur so ein Gefühl, es war der Herr Jesus, der mir ein Zeichen zur Obacht gab, das den Unfall verhindert hat.

In diesen Moment fällt mir Psalm 62,7 ein: „Nur Er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg. Er steht mir bei und niemand kann mich zu Fall bringen.“ In so einer Situation bin ich immer froh, dass ich nicht allein unterwegs bin und ich schon vor langer Zeit mein Leben in Gottes Hände gegeben habe. Was wäre, wenn ich das damals nicht gemacht hätte? Habe ich noch so viel Zeit, um in solchen Situationen mein Leben in Gottes Hände zu geben? Ich glaube nein. Deswegen ist es gut, so früh wie möglich sein Leben in Gottes Hand zu legen. Wer sich in Gottes Hand begibt, die Welt hinter sich lässt, hat die Verheißung Gottes: Niemals lässt er die Seinen im Stich.

Klar könnten jetzt viele sagen, ich kenne Motorradfahrer, die auch an Jesus geglaubt haben und trotzdem verunglückt sind. Ich denke mir, bei vielen ist es Bewahrung, vielleicht vor einer Krankheit oder sonstigem Leid. Wenn wir erst bei unserem Herrn in der Ewigkeit sind, brauchen wir uns keine Gedanken um Schmerz oder Leid mehr zu machen. Er hat uns nicht im Stich gelassen, sondern Er hat uns bewahrt und erlöst.

Es gab schon oft Situationen, als ich im Krankenhaus war und dachte, der Herr holt mich nach Hause. Aber das war nicht sein Ziel. Sein Ziel war es, dass ich Leuten begegnete und ihnen von Gott erzählte und sie wieder zu Ihm geführt habe. In diesen Stunden wusste ich, dass es nicht um mein Leid ging, sondern um die verlorenen Menschen, die ich wieder zu unserem Herrn geführt habe.

Trotz mancher Gefahren als Motorradfahrer erfreue ich mich jedes Mal, wenn ich durch die Gegend fahre, an dem, was unser Herr geschaffen hat. Ich fühle mich frei und bin eins mit meiner Maschine und mit meinem Gott. Er sieht, wie ich dahingleite und mich an seinem Werk, der Natur und den Menschen erfreue. Ich finde es auch immer wieder beindruckend, wenn ich dann irgendwo anhalte und mit den Leuten ins Gespräch komme. Sie sind so erfreut von dem, was wir machen. Und dann weiß ich, dass der Herr mir eine gute Lebensaufgabe gegeben hat. Ich darf anderen von Jesus Christus erzählen und was er in meinen Leben bewirkt hat. Es gibt nichts Schöneres, als unserem Herrn zu dienen: schließlich starb Er für uns und wir fahren für ihn.

Sie fahren für den Sohn

„Riding for the Son“ - Fahren für den Sohn, das ist das Motto der Christian Motorcyclists Association (CMA), einer Gemeinschaft christlicher Biker. Nun wurde letzthin Simone Bahr im Gottesdienst in der EmK Altersbach die „Kutte“ überreicht, durch die sie auch nach außen hin zukünftig als CMA-Mitglied erkennbar ist. Ein wichtiger Moment für sie und ihre Freunde von den christlichen Motorradfahrern.

Überreicht wurde die Kutte von CMA-Mitgliedern aus dem Raum Bad Hersfeld, die extra zum Gottesdienst nach Altersbach angereist sind. Der Abend stand denn auch passend unter dem Leitwort: „Auftanken des Glaubens“ und widmete sich der Frage, welche Tankstellen es in Glaubenssachen gibt, an denen wir unsere Kraftreserven auffüllen lassen können.

Rund um den Gottesdienst gab es viele Begegnungen von Gemeindemitgliedern und Bikern. Pastor Uwe Hanis meint: „Da ist so viel gegenseitige Sympathie, dass ich mir gut vorstellen kann: Hier entsteht eine Partnerschaft und Freundschaft, die lange trägt und die uns in der Zukunft noch viele gemeinsame Feste und Treffen bescheren wird. Schließtlich sind wir zusammen – ob mit oder ohne Motorrad – für Jesus unterwegs.“